Ausgabe 3/2013
Titel
Editorial
Arbeiten, wo andere Ferien machen
Eindrücke aus der Arbeit
Erinnern Sie sich noch an dieses Mädchen?
Demonstration in São Bento do Sul
Komm auf die Straße
Ein neues Kapitel...
...in einer älteren von Gott geschriebenen Geschichte
Neues aus der Promotionsstube
Auf der Zielgeraden
Neuer Weg für Caminho do Meio?
Planungen für ein einfaches Freizeitzentrum
Gott hat Großes getan
AUS DER GBM-FAMILIE
Gebetsanliegen

Archiv
 

Liebe Missionsfreunde,

Im November 2008 ereignete sich eine schwere Unwetterkatastrophe in der Gegend um Blumenau. Tausende Kilometer Straßen waren durch Hochwasser oder Erdrutsche zerstört worden. Allein in unserer Drogenreha CERENE Blumenau war die Hälfte der Gebäude unbewohnbar geworden und man musste sie weitgehend abreißen. Viele Geschwister in Deutschland und darüber hinaus halfen beim Aufbau.

Im Juni 2013 fluteten im Südosten und Osten der Bundesrepublik Wassermassen die Dörfer und Städte und hinterließen Chaos und Zerstörung. Den 15. Juni werde ich nicht vergessen. In Brasilien tagte der Vorstand der MEUC und beschloss, den Schwestern und Brüdern in den Gemeinschaftsverbänden in Deutschland zu helfen. Nicht, weil die Gemeinschaftsbewegung in Brasilien zu viel Geld hätte, sondern weil sie die Not der Geschwister aus der Presse und dann auch aus den Veröffentlichungen des Gnadauer Gemeinschaftsverbands erlebt hatten, nahmen sie von dem Wenigen was sie hatten, um zu helfen.

Unsere Brasilianer, die Monat für Monat durch Sie, liebe Missionsfreunde, durch die Gemeinschaftsbewegung und darüber hinaus unterstützt werden, zeigten damit, dass die Beziehung zwischen den Gemeinschaftsbewegungen zu einem Miteinander geworden ist.

Natürlich habe ich beim Schreiben dieser Zeilen auch Sorge, es könne so verstanden werden: „Wenn die Geld nach Deutschland schicken können, dann brauchen sie ja auch kein Geld mehr aus Deutschland!" Diese Logik wäre unrichtig. Die Arbeit in Brasilien braucht auch heute noch die Unterstützung durch die Geschwister, durch die Freunde, durch die Spender in Europa. Aber die Liebe ist auch über diese Distanz so groß, dass in Brasilien beschlossen wurde: „Wir stellen jetzt unsere Projekte zurück! In der deutschen Gemeinschaft P. brauchen sie es nötiger!"

Die letzte Reise von Theo Schneider, Burkhard Weber und mir nach Brasilien stand ganz im Zeichen der theologischen Fortbildung. Neben den Missionaren waren auch die Studenten der Theologischen Fakultät eingeladen. Nicht nur die Vollzähligkeit, sondern auch das sichtbare Mitdenken zeigte uns, wie hochinteressiert unsere Brasilianer an der Entstehung und Entwicklung des Pietismus sind. Viele Fragestellungen sind hier ähnlich wie in Brasilien. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade unsere jungen Missionare nach der deutschen Situation fragen. Sie wollen wahrnehmen, wie sich der geschichtliche Pietismus in der Gegenwart entwickelt. Wenn Sie Missionare in Ihre Gemeinden und Kirchengemeinden einladen, dann helfen Sie mit, diesen Wissensdurst zu stillen. Jede Reise zeigt auch, dass es ein Geben und Nehmen ist. Wir Besuchte profitieren genauso wie die Besuchenden.

Mit großer Freude, aber auch Spannung schauen wir auf die Evangelisation im September in Blumenau. Kirche und Gemeinschaft haben beschlossen, diese gemeinsam durchzuführen.

Evangelist wird Ulrich Parzany sein, der über Deutschland hinaus zum Beispiel durch Pro Christ bekannt ist. Natürlich muss er übersetzt werden, aber wir hoffen, dass in Blumenau diese Evangelisation zum Stadtgespräch wird. Dabei geht es nicht darum, dass die MEUC bekannter wird, sondern dass Jesus bekannt gemacht wird. Viele Brasilianer nennen sich Christen, aber sie haben keine Ahnung, dass Menschen eine lebendige Beziehung zu Jesus haben können. Sie haben von seiner Liebe, Barmherzigkeit und ¬†auch von der Rettung durch Jesus noch nie etwas gehört. Deshalb freuen wir uns auch in Deutschland über diese Gelegenheit: Kirche und Gemeinschaft mit Ulrich Parzany für Christus.

So wünschen wir Ihnen auch im Namen unseres Vorsitzenden Theo Schneider Gottes Segen

Ihre Gottfried und Annette Holland

 

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Last modified: Sun Feb 24 2013